Deutsches Atlantikwall-Archiv

Oddesund

 

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Stützpunkt Oddesund

Stand 21.05.2009

Die Sundenge zwischen Lemvig und dem Landstrich Thy wurde sowohl gegen Tieffliegerangriffe als auch gegen Landangriffe gesichert. [1]

Zur Tieffliegerabwehr dienten zwei Flak-Züge, von denen jeweils einer auf dem Nord- und auf dem Südufer stationiert war.

Wie in Dänemark üblich, waren diese Züge mit sogenannten 'teilfestungsmäßigen' Bauwerken bestückt. Der Begriff 'teilfestungsmäßig' bezieht sich in diesem Fall nicht auf den Schutz der Besatzung, dieser war 'vollfestungsmäßig' (mit 2 m dicken Betonwänden) gegeben. Vielmehr ist hiermit der Schutz der eingesetzten Flugabwehrkanonen gemeint, die in ihren offenen Bettungen auf den Dächern der Unterstände natürlich nur bedingt geschützt waren. [2]

L 410A des Nordstützpunktes, Eingang
L 413A des Nordstützpunktes Im L 410A des Nordstützpunktes befindet sich eine kleine Ausstellung über den Stützpunkt und Windmühlenpark Oddesund.

 

Neben der Flugabwehrsicherung waren, wiederum recht gleichwertig, Anlagen quer durch die Landzungen erstellt, um die Meerenge gegen Landangriffe zu schützen.

R 634 Nord, zentrale Deckenöffnung für Panzerrundblickfernrohr R 634 mit 6-Schartenturm 35 P8 des Nordstützpunktes R 634 Süd, zentrale Deckenöffnung für Panzerrundblickfernrohr

Auf beiden Seiten waren je ein 6-Schartenturm der Kodierung 35 P8 auf R 634, ein Pak-Unterstellraum des Typs R 629, Unterstände der Typen R 621 (je 1x) und R 622 (je 2x), je ein Kampfwagenturm in Ringstand 241 sowie Ringstände für lMG im Gelände verteilt. Zusätzlich wurde auf der Südseite der Gefechtsstand des Stützpunktes in Form eines R 610 erstellt. [3]

R 622 des Südstützpunktes, Sehrohr RS 241 im Stützpunkt Nord

 

Zur Vertiefung:

[1] Eine nähere Beschreibung mit Rißzeichnungen der eingesetzten Bauwerkstypen L 409A / L 410A / L 411A und L 413A sowie deren (ebenfalls in Dänemark eingesetzten) Vorläufermuster befindet sich in unserem Sonderband 14

 

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Stand: 17. Dezember 2016

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