Deutsches Atlantikwall-Archiv

Nordland

 

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Längs der Rv 17

Haben Sie sich für die Küstenstraße entschieden? Dann können Sie in Bodö das Luftwaffenmuseum besuchen - während die Familie für einen Bummel in der Fußgängerzone 'geparkt' wird.

Bodö - vor dem Luftwaffenmuseum

Die eiligen Norwegentouristen werden uns hier verlassen und die E 6 über den Polarkreis hinweg bis nach Trondheim fahren. Neben den vielen Batterien auf der Südseite des Vestfjords verpassen sie auch die landschaftlichen Schönheiten der Reichsstraße 17, den berühmten Saltstraumen, zahlreiche Fährfahrten, die Sieben Schwestern und einige als Freilichtmuseum eingerichtete Küstenbatterien.
 

Die Batterie Grönsvik beispielsweise ist kaum zu verfehlen. Hier hat man sich die Mühe gemacht und jeden einzelnen Bestandteil der Stellung begehbar gemacht.

Lageplan der Batterie Grönsvik
Ausgestelltes Geschütz in der Batterie Grönsvik

 
Batterie Grönsvik - feldmäßig erstellter Unterstand Da mit den feldmäßigen Arbeiten bereits früh begonnen und diese im Kriegsverlauf immer weiter verbessert wurden, bieten sich vor allem für Freunde des Modellbaues viele Anschauungsobjekte.

 
Statt vollfestungsmäßig ausgebauter (sog. 'Ständiger') Anlagen wurden in Norwegen viele Hohlgangsanlagen als Unterkünfte und für die Munitionsbevorratung angelegt. Der Aushub minierter Anlagen entsprach dabei in etwa dem gleichzeitigen Verbrauch an Beton für Befestigungswerke.
Obwohl als Freilichtmuseum zu begehen, benötigt man zur Besichtigung wirklich aller Bauwerke mindestens 2 Stunden. An der Kasse ist eine kleine Broschüre über die Batterie erhältlich.
HKB Grönsvik - Felshohlbau für Lazarett
 
Im Gegensatz zur Batterie Grönsvik ist die HKB Brönnöysund Nord nur mit etwas Glück und dem richtigen Riecher zu finden. Von der Rv 17 zweigt ein schmaler Waldweg nach Norden ab, der lediglich mit dem regionaltypischen Hinweis 'Kriegsminnemerker' ausgestattet ist.

Wir sind diesen Hinweisen oft - auch kilometerweit über Schotter- und Sandpisten - gefolgt, um dann schließlich festzustellen, daß das ausgeschilderte Objekt nicht so ganz unseren Interessen entsprach. Im Falle der hiesigen Batterie jedoch ist es glücklicherweise ein Treffer. Folgt man dem Waldweg bis zu einer Kreuzung und steigt dann westlich den Weg hinauf (der, wie in Norwegen so oft üblich, natürlich nicht ausgeschildert ist), findet man nach kurzer Zeit die ersten Anzeichen einer Befestigungsanlage in Form eines doppelten HWB-Standes. Weiter bergan, stolpert man schließlich in den Batteriebereich. Neben einer 105mm lFH 16 ist auch ein intakter 150cm Scheinwerfer samt Stromerzeugeraggregat (SEA) zu finden, der anläßlich von Feiertagen die ganze Gegend illuminiert.

Batterie Brönnöysund - 105mm lFH 16Batterie Brönnöysund - 150cm Scheinwerfer

Weiter gen Süden, sind westlich von Namsos am Kap bei Utvorda direkt zwei nebeneinanderliegende Batterien zu besichtigen. Auch hier stehen noch Geschütze in den Bettungen, allerdings auch hier nicht auf ihren originalen Drehtellern.

Kurz hinter Namsos hat man dann wieder die Qual der Wahl: über Steinkjer direkt nach Trondheim oder an die Nordküste des Trondheimfjordes nach Örland.

 

Zur Vertiefung:

[1] DAWA Sonderband 10 - Die Regelbauten des Heeres im Atlantikwall
[2] DAWA Sonderband 19 - Militärmuseen in Nordeuropa
[3] DAWA Sonderband 31 - Bildband Heerresregelbauten Teil 2

  

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Stand: 23. Mai 2007